Handlung:
Im Jahr 1982 stoppt ein Raumschiff über Johannesburg (Südafrika). Kein Angriff, keine andere Reaktion. Nach drei Monaten entschließt sich die Regierung der Sache auf den Grund zu gehen und findet an Bord des Raumschiffes über eine Million Aliens die kurz vor dem Hungertod stehen. Die Aliens werden in Flüchtlingslager, den District 9, gebracht aus denen sich im Laufe der Zeit ein Ghetto entwickelt.
Anfang des 21ten Jahrhunderts häufen sich die Vorfälle mit den insektenähnlichen Aliens und auch die Nigerianer die sich als Waffenschieber im District 9 niedergelassen haben sind den Menschen ein Dorn im Auge. Daher soll die MNU (Multinational United) die inzwischen fast zwei Millionen Aliens in ein weit von den Menschen entferntes Flüchtlingslager umsiedeln. Wikus van de Merwe, Mitarbeiter der MNU, wird damit beauftragt die Aliens über die geplante Umsiedelung zu informieren und kommt im District 9 dann mit einer außerirdischen Flüssigkeit in Kontakt, die ihn langsam zu einem Shrimp, wie die Aliens abwertend bezeichnet werden, verwandelt.
Für Wikus Auftraggeber ist das ein Glücksfall, denn die Alienwaffen die beschlagnahmt wurden können nur durch die außerirdische DNA aktiviert werden. Doch als Wikus dann umgebracht und seziert werden soll befreit er sich und versucht seine Haut zu retten.
Höhepunkte:
Der Film glänzt auf ganzer Länge mit Seitenhieben auf reale Zustände, erzeugt aber nie das Gefühl, man würde sich die Predigt eines Moralapostels anhören. Stattdessen gibt es an jeder Ecke Witz und Action und nette Splattereffekte. Zudem ist die Rolle von Wikus van de Merwe äußerst beachtlich, ist er doch von Anfang an unsympathisch, rückratlos und ein ziemlicher Schleimbolzen, hat aber gleichzeitig eine tragische Rolle, die ihn zu ungeahnter Größe heranwachsen lässt, um es sogar zu echten Heldentaten zu bringen.
Ekligkeitsfaktor:
Auch wenn man es von District 9 nicht erwartet, er läuft nur so über von ekligen Effekten. Allein die Verwandlung von Wikus ist nichts für schwache Gemüter und die, besonders am Ende, oft zum Einsatz kommenden Alienwaffen sind nicht zimperlich mit ihren Projektilen – es spritzt regelmäßig Menschen-Matsch durch den District 9.
Beschwerden:
Beschweren kann ich mich höchstens darüber, dass nur wenige Filme mich permanent so gut unterhalten. Der Film hebt die Messlatte für vergleichbare Filme in eine enorme Höhe.
Fazit:
District 9 bietet eine gekonnte Mischung aus Action, Sci-Fi, Realität und Fiktion und ist keine Minute langweilig. Natürlich gibt es auch diverse kleinere Kritikpunkte, wie etwa die Fünf Filmfreunde entdeckt haben. Wer einen Film aber sieht wegen der guten Unterhaltung und nicht vorhat ihn in winzige Fetzen zu sezieren, der wird von District 9 gut bedient.
Bewertung: 






Kommentar von kasumi — 11. Oktober 2009 @ 20:25
will sehn =( bei uns im kino lief der vllt 2 wochen -.-
Kommentar von Thomas — 11. Oktober 2009 @ 21:20
Im Dezember kannst du dir bei Amazon den UK-Import holen
Ansonsten im März nächstes Jahr dann die deutsche Fassung.